Schulter allgemein_2

Das Schultergelenk:

Das Schultergelenk ist das größte Kugelgelenk des Körpers. Es besteht eigentlich aus mehreren Gelenken:

  1. Das glenohumerale Gelenk: Es verbindet den Oberarmkopf  (Humerus)mit der Gelenkspfanne (Glenoid) des Schulterblattes.
  2. Das acromioclaviculare Gelenk: Es verbindet das Schulterdach (Acromion) mit dem Schlüsselbein (Clavicula).

Viele Sehnen und Bänder stabilisieren das Schultergelenk.
Die Rotatorenmanschette besteht aus den Sehnen mehrerer Muskeln , die dafür sorgen, dass der Arm aktiv gehoben und nach innen und außen gedreht werden kann. Die Sehen umgeben manschettenförmig den Oberarmkopf.

Diese Muskeln sind:
1. der Supraspinatusmuskel
2. der Infraspinatusmuskel
3. der Subscapularismuskel
4. der Teres minor Muskel

Ursachen von Schulterbeschwerden:

Schmerzen im Schultergelenk können verschiedenste Ursachen haben. Manchmal liegen Unfälle (Traumata) auslösend  dem Schulterschmerz zugrunde. Meist sind dies Stürze auf die Schulter selbst, das Schultereckgelenk, den Ellbogen oder den gestreckten Arm. Frakturen des Schlüsselbeins, des Oberarms und Schulterblattes, sowie Luxationen (Verrenkungen) im Bereich des Schultergelenkes oder Schultereckgelenkes werden hierbei unmittelbar nach dem Trauma mit nachfolgender Diagnostik erkannt. Oft ist ein Trauma als auslösende Ursache von Schulterbeschwerden zeitlich versetzt. Dies trifft v.a. bei Rupturen der Sehnen der Rotatorenmanschette zu. Hierbei können die Beschwerden zeitlich versetzt zum Trauma, oft auch wochen- oder monatelang später auftreten. Manchmal ist es aber auch umgekehrt und die Rotatorenmanschette ist durch Abnützungserscheinungen im Alter bereits vorgeschädigt und ein Sturz wird erst dann ursächlich mit den Beschwerden in Zusammenhang gebracht.

Weitere Ursachen von Schultergelenksbeschwerden können entzündlicher Natur sein (Schleimbeutelentzündung (Bursitis), frozen shoulder (adhäsive Kapsulitis), Polyarthritis) oder die Folge von Abnützungserscheinungen. (Arthrose des Schultergelenks, Arthrose des Schultereckgelenks, Impingementsyndrom, Rotatorenmanschettenruptur)

Diagnostik – Wie erfolgt die Untersuchung  bei Schulterbeschwerden?

Zunächst erhebt Ihr Arzt eine genaue Krankengeschichte (Anamnese). Hierbei werden die genaue Schmerzlokalisation, das erste Auftreten der Beschwerden, die Dauer der Schulterschmerzen, das Bestehen von Nachtschmerzen oder Schmerzen bei gewissen Bewegungen erfragt.

Bei der Inspektion (Betrachtung) der Schulter bittet Sie Ihr Arzt die Schulter frei zu machen. Bereits beim Ausziehen des Pullovers oder der Jacke können Einschränkungen der Beweglichkeit bzw. schmerzbedingte Schonhaltungen erkannt werden. Die Schultern werden nun im Seitenvergleich betrachtet. Es wird auf Rückbildungen der Muskulatur, Schwellungen oder knöcherne  Veränderungen geachtet.

Beim Abtasten der Schulter erkennt Ihr Arzt druckschmerzhafte Bereiche und in weiterer Folge  wird das Bewegungsausmaß des erkrankten Schultergelenkes im Seitenvergleich beurteilt. (Schultertests)

Hierbei wird die aktive und passive Beweglichkeit untersucht. Es folgen verschiedene Schultertests, Bewegungen gegen Widerstand zur Beurteilung der Muskelfunktion und Muskelkraft. Der Schulterspezialist kann sich dabei bereits ein genaues Bild der erkrankten Schulter machen und eine oft präzise Verdachtsdiagnose stellen. Nur so kann eine gezielte Fragestellung an den Radiologen für die weiterführenden Untersuchungen, wie Röntgen oder MRT erfolgen.

Im Rahmen der Röntgenuntersuchung der Schulter können die knöchernen Anteile des Schultergelenks beurteilt werden. Knöcherne Ausziehungen, (Knochensporne, Osteophyten)  und eine Verringerung des Gelenkspaltes sind Hinweise auf Abnützungserscheinungen im Schultergelenk oder Schultereckgelenk (Arthrose). Die Beurteilung des Abstandes des Oberarmkopfes zum Schulterdach kann Hinweise auf ein Impingementsyndrom oder Schädigung der Rotatorenmanschette liefern. Weiters können auch Kalkeinlagerungen im Gewebe mittels der Röntgenuntersuchung diagnostiziert werden. (Kalkschulter)

Mittels der Magnetresonanztomographie (MRT) werden die Sehnen und der Bandapparat dargestellt und Ödeme oder Zeichen von Entzündungen können so erkannt werden. Die MRT Untersuchung liefert Schichtaufnahmen in hoher Auflösung und ist frei von jeglicher Strahlenbelastung.

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